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Was bedeutet Google’s ‘Mobile First’ für Ihre Website?

Google hat kürzlich damit begonnen, die im März 2018 angekündigte Mobile First Richtlinie umzusetzen. Damit wird nun das Ranking Ihrer Website anhand der mobilen Version Ihrer Site berechnet und nicht wie bisher, anhand der (“normalen”) Desktop Version.

Dies erfordert, dass nun die mobile Version Ihrer Website speziell angepasst und auch optimiert wird (z.B. in puncto Ladezeit). So müssen beispielsweise bestimmte, für den Desktop geeignete Komponenten Ihrer Landingpage - wie speicherintensive Slider, Panoramabilder etc. - nicht unbedingt für die Smartphone Version angezeigt werden. Anhand von Google Werkzeugen und Auswertungstools erfahren wir, welche Probleme auftreten und welche Änderungen dabei speziell für Ihre Site nötig sind. Diese Änderungen sollten im Rahmen der Suchmaschinen Optimierung umgesetzt werden.

Leider nutzen manche Agenturen diese Situation geschickt aus. Sie senden Auswertungsergebnisse von Google mit Besucherverlusthinweisen an diverse WebseitenbetreiberInnen, um zu Werbezwecken auf den  Optimierungsbedarf hinzuweisen. Nur zu Ihrer Beruhigung - der enorm hohe Prozentsatz von Besucherverlusten, der Ihnen suggeriert, Ihre Website würde nun z.B. bis zu 33% User aufgrund langsamer Ladezeit verlieren, sieht auch bei angepassten Ladezeiten nie optimal aus. Bei z.B. 6 Sekunden Ladezeit - für Google als “in Ordnung” gekennzeichnet - liegt dieser Prozentsatz bei 24%. Der Unterschied beträgt also nur 9%.

Unabhängig davon sind wir, wie auch viele anderen professionellen SEO Agenturen, natürlich stets bemüht, den sich ständig wandelnden Anforderungen der Suchmaschinenbetreiber nachzukommen.

SEO Qualitätsrichtlinien – Google veröffentlicht Rating Guidelines

Dem langen Diskutieren und Spekulieren zum Thema SEO Qualität scheint wohl nun ein Ende gesetzt zu sein. Seit einigen Jahren tauchen immer wieder Hinweise über die Richtlinien zur Qualitätskontrolle für das Google Ranking auf. Diese wurden jedoch nicht offiziell von Google bestätigt oder freigegeben, sondern vermehrt über “undichte” Stellen der Google Search Quality Rater (jene, die Webseiten hinsichtlich ihrer SEO Qualitäten bewerten). Diesen inoffiziellen Freigaben hat Google nun ein Ende gesetzt.

Kriterien zur Bewertung von Webseiten für das Ranking bei Suchmaschinen

SEO Qualität für das Google RankingAuf 160 Seiten werden sämtliche Richtlinien und Kriterien detailliert beschrieben, an welche sich die Suchmaschinen Ranking Bewerter von Webseiten laut Google halten sollen. Im ersten Teil geht es hauptsächlich um die inhaltliche Qualität der Webseiten. Google zeigt, wie Webseiteninhalte mit hoher, mittlerer und geringer Qualität erkennbar werden, abschließende Beispiele zeigen dabei jeweils, worum es Google bei der Bewertung geht. Wer sich mit dem Qualitätssicherungsupdate Panda und den Relevanzthemen um das Penguin Update beschäftigt hat, wird vieles davon in eben diesem Teil der Guidelines wiederfinden.

Der zweite Teil der Richtlinien beschreibt und begründet ausführlich, wie ernst Google die Responsivitätsforderung von Webseiten nimmt. Kernaussagen daraus behandeln die immer mehr zunehmende Nutzung der Suche auf mobilen Endgeräten, die Probleme mit Webseiten, welche auf Smartphones nicht korrekt funktionieren aber auch Bedeutung der standort-bezogenen Suche. Unschwer werden dahinter die Konsequenzen aus dem Mobile Update vom März 2015 erkennbar, aber auch, was Google 2012 über Google Local/Venice kommuniziert hat. Schließlich wird - in zwei weiteren Kapiteln –  noch viel über Skalierbarkeit und Metriesierung und über positive wie negative Signale (“Rating using the needs met scale”) geschrieben. Darunter wird auch die Bedeutung von aktuellen Inhalten (“When a query demands recent content, only pages with current, recent, or updated content should get high Needs Met ratings”, p.141) erklärt und damit auf das Freshness Update eingegangen (“In some cases, stale results are useless and should be rated FailsM“, ebd.).

Bleibt zu hoffen, dass unsere Betriebe die SEO Qualitäts-Hinweise ernst nehmen, auf ihre WebberaterInnen hierbei mehr hören als auf ihre Grafikdesigner und die veralteten, nicht-responsiven, “über-kreativen” Webseiten mit stets gleichem - ohnehin viel zu wenigen - Inhalt, nahezu leeren Landingpages (vielleicht noch vertikal zentriert) endlich von den Suchergebnisseiten verschwinden mögen. 😉

Quality Rating Guidelines Download

Über den folgenden Link können Sie die Richtlinien als PDF Dokument herunterladen:
Download der Google Quality Rating Guidelines von 2015

Suchmaschinen Optimierung als Service oder im Workshop

Suchmaschinenoptimierung und SuchmaschinenmarketingWir sind natürlich wieder recht glücklich über die Google Entscheidung der offiziellen Freigabe der Richtlinien. Einerseits erfahren wir noch mehr über das, worauf es Google ankommt, noch mehr über Relevanz der Suchergebnisse und die Forderung nach Verbesserung der inhaltlichen Qualität von Webseiten. Und wieder versteht Google unter SEO Qualität, dass die Webseiten für Nutzer und Nutzerinnen aufbereitet werden müssen und nicht für Suchroboter. Vermeintliche Geheimtipps zum Überlisten der Suchbots sollten damit endgültig der SEO Vergangenheit angehören.

Nicht ohne Stolz sind wir aber auch darüber sehr froh, dass wir in den letzten Jahren sowohl in der Umsetzung (im Rahmen unserer Suchmaschinen Optimierung für Webseiten) als auch in unseren Schulungen und Workshops, genau das angewandt haben, was laut Google zum Erfolg bei den Suchmaschinen führen sollte. All jene, die diesen Weg mit uns gemeinsam bestritten haben, konnten diesen Erfolg schließlich auch nachvollziehen.

Mehr Infos dazu:

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Der mobile Konsument – mobile Marketing boomt

mCommerce - Wie viele Ihrer Nutzer sind schon mobil & wohin führt die Reise?

Seit dem 21. März ist das mobile Update von Google angelaufen und wurde von Vielen gespannt und vielleicht auch etwas angstvoll erwartet. Angstvoll hauptsächlich deshalb, weil man sich bei neuen Google-Updates nie ganz sicher sein kann, welche Auswirkungen und Ausmaße sie haben werden.

Übersichtsgrafik über mobile Nutzer im Internet

Klicken Sie auf die Infografik um diese zu vergrößern

Aber wenn wir mal ehrlich sind, dann sollte dies doch wohl eines der sinnvollsten und nutzerfreundlichsten Updates seit Langem sein. Wer sich als Webseitenbetreiber bisher noch nicht auf die stetig wachsende Zahl an mobilen Nutzern eingestellt hatte und deshalb nun fürchtet in den SERPs schlechter dazustehen, der hat wohl eh schon den Anschluss und den Bezug zu seinen Kunden/ Lesern verloren. Denn eines lässt sich doch wirklich nicht mehr ignorieren: Immer mehr User lesen und nutzen Webseiten von unterwegs auf ihrem Smartphone und Tablet, oder auch zu Hause, zum Beispiel abends vorm Fernseher als sogenannten „second Screen“. Ich für meinen Teil kann sogar sagen, dass mein Smartphone meinen armen Laptop fast vollständig ersetzt hat. Letzterer wird nur noch rausgeholt, wenn wirklich „vernünftig“ gearbeitet werden muss und ich für irgendetwas einen guten Überblick auf einem großen Schirm brauche.

Egal ob Nachrichten, Busfahrpläne, Öffnungszeiten, Verfügbarkeit eines Artikels, Stau, Wettervorhersage, soziale Medien, oder eine von tausenden Apps und Anwendungen, die den Alltag vereinfachen sollen – fast jeder Smartphonebesitzer nutzt mittlerweile das Internet mobil.

Und obwohl viele Onlineshop-Betreiber aussagen, dass sich die Einkäufe über mobile Geräte noch in Grenzen halten (vielleicht fehlt besonders im deutschsprachigen Raum noch das Vertrauen in die Sicherheit?), nutzen doch viele Offline-Ladenbesitzer die steigende Mobilität und Vernetztheit ihrer Kunden vermehrt zu ihrem Vorteil. So  werden beispielsweise NFC- und Geo-Fencing-Technologien seit Jahren immer häufiger in den großen Einkaufszentren Europas eingesetzt, um Kunden auch offline mit Benachrichtigungen über tolle Sonderangebote spontan in die Geschäfte zu locken (Stichwort mCommerce / mobile Marketing).

Aber auch über das Shopping hinaus wird sich die Nutzung von mobilen Diensten über die kommenden Jahre weiter verbreiten. So schwappt zum Beispiel aus den USA langsam der Trend der medizinischen Beratung per Videoschaltung und  der Gesundheitschecks per App nach Europa über. Per App lässt sich mittlerweile der Schlafrhythmus, der Puls, der Kalorienverbrauch und vieles mehr überwachen. Auch Versicherungen springen nach und nach auf den Zug auf und bieten Apps zur freiwilligen Selbstkontrolle des Fitnesslevels an, gemeinsam mit dementsprechenden Preisvorteilen für „tüchtige“  Mitglieder.

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Prognosen zur fortschreitenden „Mobilität“ der Konsumenten finden Sie in nebenstehender Infografik (bitte anklicken um zu vergrößern) noch mal zusammengefasst.

Grafikreferenz auf der Seite vouchercloud.com:
www.vouchercloud.de/ressourcen/infografik-der-mobile-konsument

 

Google Mobile Update – was steckt dahinter?

Ab 21. April 2015 ist es soweit …

Ab dem 21. April 2015 wird es ernst, mit dem Google Mobile Update werden Webseiten, welche die mobile Darstellung nicht unterstützen, schlechter gelistet. Im aktuellen b83 Blogbeitrag erklären wir, was dies bedeutet und wie Webseiten daraufhin optimiert werden können.

Webseiten-Betreiber zittern vor Änderung der Google-Suche [DerStandard.at, 20. April 2015]

Google will Seiten ohne Mobil-Optimierung abwerten [Westdeutsche Zeitung, 20. April 2015]

Google Tool für den Test auf Optimierung für MobilgeräteMeldungen wie diese beunruhigen dieser Tage Webseitenbetreiber ebenso wie Webdesigner und Suchmaschinenspezialisten. Eigentlich sind wir es schon gewöhnt: Seit einigen Jahren verdeutlicht Google in regelmäßigen Abständen, wie hartnäckig sie an der Verbesserung ihres Suchalgorithmus‘ arbeiten. Manchmal mit gravierenden Änderungen wie im Falle des Panda und Penguin Updates (vgl. dazu unsere Beiträge zum Google Panda Update und unsere KMU SEO Tipps), manchmal auch etwas weniger Dramatik und eher im Hintergrund (z.B. Caffeine, Freshness, Hummingbird). Mit dem Google Mobile Update könnte das Zittern wieder einmal gerechtfertigt sein. Vorweg möchte ich aber daran erinnern, dass Google die Optimierungen nicht durchführt, um Webdesigner zu ärgern, sondern um die Relevanz der Suchergebnisse für die Nutzer der Google Suche zu verbessern.

Werkzeuge zur Überprüfung Ihrer Webseiten

Überprüfung der Website auf mobile TauglichkeitVorweg - bevor Sie sich die Mühe machen, den Source-Code Ihrer Website gemeinsam mit den Programmierern Zeile für Zeile durch zu prüfen und bevor Sie versuchen, Ihre Website mit sämtlichen alten und neuen Smartphones anzusehen - Google bietet zwei nützliche Werkzeuge, um auf die Schnelle zu prüfen, ob denn Ihre Website für die mobile Suche schon geeignet ist oder nicht.

Mithilfe eines der kostenlosen Google Tools (Mobile friendly Test)  innerhalb der Webmaster Central Plattform  lässt sich Ihre Website (Landingpage(s) wie einzelne Unterseiten) auf Mobil-Tauglichkeit (ähnlich der Responsivität) online überprüfen. Vorsicht jedoch, das Werkzeug bewertet dabei nur, ob die eingegebene Seite für Smartphones und Tablets etc. korrekt aufbereitet wurde. Ein positives Ergebnis sagt nichts darüber aus, ob die Seite generell für Suchmaschinen gut optimiert ist. Ebenso gilt, wenn Sie bei der Überprüfung Ihre Domäne eingeben, so wird die Startseite Ihrer Webpräsenz überprüft (quasi die allgemeine Landingpage), nicht jedoch die Unterseiten Ihrer Site. Nachdem der Google Bot jedoch auch Ihre Unterseiten indizieren sollte, um diese gegebenenfalls in den Suchergebnislisten zu zeigen, müssen Sie auch Ihre Unterseiten auf mobile Tauglichkeit prüfen.

Webmaster Central Auswahl Mobile DarstellungHier greift der allgemeine Vorteil bei Verwendung der Google Webmaster Central Tools, der Mobile Usability Report. Wenn Ihre Website in der Plattform registriert wurde (Eintrag und Verifizierung nötig), dann scannt Google im Hintergrund oft Ihre Webinhalte und analysiert diese auf diverse Fehler (z.B. Crawling Fehler), zu Suchanfragen und Backlinks sowie auf Sicherheitsprobleme. Bei gröberen erkannten Problemen werden Sie dabei benachrichtigt und können darauf reagieren. Bei geringeren Problemen - z.B. im Falle der mangelhaften Darstellung für Mobile Endgeräte oder Fehlern im Zusammenhang mit der mobilen Suche - werden Sie jedoch nicht benachrichtigt. Diese müssen Sie selbst ausfindig machen, was jedoch reicht einfach ist und meist auch nur dann nötig, wenn Sie das Layout Ihrer Website überarbeitet haben.

Zur Überprüfung rufen Sie (nach Eintrag und Verifizierung) Ihre Website unter der Webmaster Central Plattform auf und wählen unter dem Menüpunkt “Suchanfragen” den Unterpunkt “Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten” (siehe Screenshot). Hier werden alle Seiten gelistet, welche Probleme für die mobile Suche beinhalten. Nachdem Sie nun Bescheid wissen, können Sie oder Ihre Webdesigner die Probleme beheben, indem Sie die aufgelisteten Seiten einzeln überarbeiten. Nach erneuter Prüfung sollten diese nicht mehr unter den Fehlerseiten des Webmaster Central Tools gelistet werden.

Websuche ist gefragter denn je - SEO damit wichtiger denn je!

AGOF Studio 2015Besonders verstärkt durch die mobile Nutzung steigt das Interesse an der Suche im Web über Suchmaschinen unerwartet an. Nach einer aktuellen Studie (2015) der Arbeitsgemeinschaft für Online Forschung (AGOF) gehört die Nutzung von Suchmaschinen mit 86,7% zum Aktiviitätsschwerpunkt der Nutzer im Internet und übertrifft damit alle anderen Schwerpunkte (wie z.B. Mailversand, Online Einkauf, Nachrichten und Wetter, Banking etc., siehe Infografik). Haufe.de weist dabei auf ein Untersuchungsresultat hin, wonach Smartphone Nutzer die Internet-Suche beinahe gleich oft verwenden, wie die Telefonierfunktion des Smartphones (Telefonieren 79,9%, Internet-Suche 78,4%, Quelle: Haufe.de 15.4.2015).

Konsequenzen für nicht-mobil-taugliche Webseiten

Was nicht gefunden wird, existiert auch nicht. Zitat: Haufe.de

Wie oben angeführt, lässt sich objektiv leicht prüfen, ob die Webseite für die mobile Suche geeignet ist und damit den Ansprüchen des Google Mobile Updates genügt. Für jene Webseiten, die, wohl nicht wirklich alt, jedoch in dieser Hinsicht veraltet sind, wird es in den nächsten Monaten schon schwierig werden, bessere Positionen bei den Suchergebnissen zu erreichen. Spätestens jetzt lohnt es sich für Webseitenbetreiber, ein Update Ihrer Webseiten durchzuführen und bei der Gelegenheit die Palette der Google Updates von Panda → Freshness → Penguin → Venice (Local) → Hummingbird → Mobile mit zu berücksichtigen. Zukunftssicher ist diese Investition alle Mal.

  1. Veraltete Webseiten ohne mobile Tauglichkeit sinken im Ranking zurück (negative Signalwirkung)!
  2. Nicht responsive (mobil-taugliche) Webseiten werden unter den Suchergebnissen auf Smartphones vermutlich bald nicht mehr angezeigt!
  3. Flash-Inhalte blockieren die mobile Suche und werden damit benachteiligt (ein Grund mehr, auf Flash zu verzichten)!
  4. Navigationsschaltflächen sollten groß genug sein, um sie per Touch-Screen nutzen zu können!
  5. Die Auswirkungen beziehen sich auf alle Webseiten, nicht auf bestimmte Branchen und auch nicht lediglich auf Landingpages!

Google stellt einen sehr ausführlichen Leitfaden zur Optimierung von Websites für mobile Endgeräte zur Verfügung. Nutzen Sie diesen, um mit Ihren Webdesignern Ihre Website zu überarbeiten (updaten?!) und bleiben Sie damit auch weiterhin sichtbar und erreichbar über die Suche mittels Suchmaschinen.

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